Nach sechsjähriger Verhandlungsdauer hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht am 26. Juni 2004 die Rahmenvereinbarung über die neue Eigenkapitalempfehlung für Kreditinstitute (Basel II) veröffentlicht. Der Zeitplan der Einführung des neuen Baseler Akkords ist verändert worden. Während des gesamten Jahres 2006 ist ein Testlauf von Basel II neben Basel I beabsichtigt. Am 31. Dezember 2006 soll Basel II dann endgültig in Kraft treten. Was ist Rating? "To rate" heißt soviel wie "bewerten" bzw. "abschätzen". Es geht um die Einschätzung der zukünftigen Fähigkeit eines Unternehmens, seine Zins- und Tilgungsverpflichtungen termingerecht und vollständig erfüllen zu können. Die Bonitätsbeurteilung erfolgt anhand standardisierter Verfahren. Einerseits werden Kennzahlen aus verschiedenen Informationsbereichen des Jahresabschlusses oder der betriebswirtschaftlichen Planungsrechung gebildet, andererseits werden zukunftsgerichtete, qualitative Faktoren einbezogen. Die Ergebnisse des Ratings werden in einer Note/Kennzahl zusammengefasst. Das Rating dient dazu, die Kreditnehmer in verschiedene Risikoklassen einzuteilen, die jeweils mit bestimmten Kreditkonditionen verknüpft sind. Nach Basel II kann die Bonitätsbeurteilung sowohl durch interne als auch durch externe Ratings erfolgen. Basel II, ein Begriff der im letzten Jahr die Welt der Unternehmer in verschiedene Lager gespalten hat. Auf der einen die finanzkräftigen, die durch Basel II auf günstige Kredite hoffen können, auf der anderen Seite die mit weniger Eigenkapital ausgestatteten Unternehmen, zumeist im Mittelstand anzutreffen, deren Kreditbedarf und dessen Zuteilung auf eine harte Probe gestellt wird. Nicht selten dürften die neuen Richtlinien, der Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II), bei In-Kraft-Treten im Jahr 2006 den ein oder anderen Unternehmer vor schwierige finanzielle Problem stellen. Das dann notwendige Bankgespräch bereitet meistens schon Wochen vorher Bauchschmerzen. Vielleicht denken Sie jetzt auch, na ja 2006 ist noch hin, mal warten was kommt. Auch jetzt schon ist eine genaue Positionierung des Unternehmens von Vorteil. Denn nicht erst 2006 wollen Ihre Banken wissen, wie bei Ihnen der Geldverkehr funktioniert. Sie sollten schon jetzt Vorbereitungen treffen, um Basel II sicher entgegentreten zu können. Es gilt Vorbereitungen zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen um zukünftig ein möglichst gutes Rating zu erreichen und damit gute Kreditkonditionen aushandeln zu können. Hier gilt es nicht "kreative Bilanzpolitik" oder "Schönfärberei" zu betreiben. Es gilt sich nüchtern und sachlich Basel II zu stellen, Handlungsoptionen auszuloten und unternehmerische Entscheidungen zukünftig vor dem Hintergrund des zu erwartenden Ratings zu fundieren. Das Rating an sich stellt keine Lösung aller Probleme dar. Die unternehmerischen Vorbereitungen und Entscheidungen vor dem Hintergrund des Ratings, bilden die Lösung. Somit ist klar, dass ein erhöhtes Maß an Eigenverantwortung gefordert ist, welches letztlich im Rating seinen Niederschlag findet. Nutzen Sie die Möglichkeit, durch persönliche Gespräche, Checklisten und Hinweise, Schwachstellen in Ihrem Unternehmen zu identifizieren und gezielt Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten, damit der Begriff Basel II jeglichen bitteren Beigeschmack für Sie verliert. Wir bieten Ihnen ein Beratungsgespräch, sowie die Ausarbeitung eines Rating-Berichtes. Mit Hilfe dieses Berichtes haben Sie ein Werkzeug an der Hand, das Ihnen zukünftige Bankgespräche erleichtert und dem zuständigen Kreditsachbearbeiter ein aussagekräftiges Entscheidungskriterium an die Hand gibt. |